Waveboard fahren wird landläufig gerne als Streetsurfing, also Straßensurfen, bezeichnet. Aber ist dieser Freizeitspaß auch wörtlich zu nehmen? Darf man mit dem Waveboard am Straßenverkehr teilnehmen? Diese Fragen stellen sich täglich zahlreiche Freunde des Streetsurfings.
Einordnung in die StVO
Auch wenn Waveboards heute zum gängigen Straßenbild gehören, eine wirkliche Würdigung haben sie in der Straßenverkehrsordnung noch nicht erhalten. Und dies macht es sehr schwierig zu entscheiden, ob man unterwegs mit dem Waveboard auf die Straße, den Rad- oder den Gehweg gehört. Grundsätzlich darf die Straße nur von Fahrzeugen befahren werden. Neben motorisierten Gefährten zählen hierzu natürlich Fahrräder, wenn diese nicht von Kindern geführt werden. Dafür benötigen sie jedoch eine Klingel sowie eine Lichtanlage. Ist ein Radweg vorhanden, so wird der Fahrradfahrer auf diesen verwiesen. Generell ist ein Waveboard kein Fahrzeug im Sinne des Gesetzes, sondern vielmehr ein Sportgerät. Und als solches wird es verkehrsrechtlich auch behandelt. Dies bedeutet im Resultat, dass sowohl Straße wie auch Radweg für das Waveboard tabu sind. Es gehört auf den Bürgersteig.
Rücksicht ist oberstes Gebot
Ein Waveboard kann, je nachdem wie versiert sein Nutzer im Umgang mit ihm ist, hohe Geschwindigkeiten erreichen. Mitunter fährt es sogar schneller als ein langsamer Fahrradfahrer. Dennoch müssen Waveboards ihren Platz auf dem Gehweg finden. Hier werden die Nutzer natürlich mit zahlreichen Fußgängern konfrontiert, die erheblich langsamer unterwegs sind und überholt werden müssen. Damit niemand zu Schaden kommt, heißt es beim Waveboard daher größte Vorsicht walten zu lassen. Keine zu hohen Geschwindigkeiten und zackige Überholmanöver wagen, um Fußgänger nicht zu erschrecken oder zu gefährden. Im Zweifelsfall bei einem Unfall hat dann nämlich der Waveboarder das Nachsehen und wird zur Rechenschaft gezogen.
Spezielle Plätze und Bahnen nutzen
Waveboarding macht natürlich dann am meisten Spaß, wenn man die Fortbewegung auf diesem Sportgerät gut beherrscht. Das Streetsurfen kann so zu einer echten Fortbewegungsalternative werden. Dennoch steht dabei der Spaßfaktor im Vordergrund. Deshalb sind kurvenarme Strecken und mit Fußgängern besetzte Gehwege irgendwann nicht mehr die bevorzugte Route der Wahl. Allerdings haben sich bereits während des Zenits der Skatboardszene zahlreiche Plätze dieser thematischen Ausrichtung entwickelt. Und diese stehen heute den Waveboardern zur Verfügung. Hier kann man sich nicht nur mit Gleichgesinnten treffen, sondern das eigene Können auf dem Waveboard auf Rampen unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen weiterentwickeln. Und als positiver Nebeneffekt besteht keine Gefährdung im Straßenverkehr; weder für den Waveboarder, noch für andere.