Eine Sportart erobert die Skipisten: Snowboarding. Waren lange Zeit die klassischen Skifahrer die dominierenden Sportler auf den Pisten, so ist das Bild heute abwechslungsreicher geworden. Denn zwischen den zwei Brettern sind immer wieder die typischen Snowboards zu sehen. Eindeutig kann gesagt werden, dass Snowboarding sich inzwischen etabliert hat. Auch wenn die Geschichte dieser Sportart noch gar nicht so lang ist.

Das erste Snowboard gab es bereits 1900

Wie allseits bekannt ist, ist Snowboarding ein vergleichsweise junger Sport, dessen Entwicklung erst seit etwas mehr als 20 Jahren erfolgte. Dennoch kann von einer gewissen Tradition gesprochen werden. Denn auch wenn dieser Sport seinen eigentlichen Bekanntheitsgrad Mitte der 1980er Jahre erreichte, so wird bereits im Jahr 1900 von einem ersten snowboardähnlichen Sportgerät berichtet. Damals trat der Österreicher Toni Lenhardt mit dem so genannten Monogleiter auf. Er fand mit seinem Sportgerät derartigen Zuspruch, dass er später sogar einen eigenen Wettbewerb auf die Beine stellte. Obwohl zwischen Monogleiter und dem heutigen Snowboard ein eindeutiger Zusammenhang zu sehen ist, kann dennoch nicht von einem Vormodell des Snowboards gesprochen werden. Auch nicht bei den anschließenden Versuchen, die zahlreiche Sportler unternahmen, um mit einem Brett statt mit zwei Skiern über den Schnee zu gleiten.

Surfsport als Vorbild

Natürlich wird Snowboarding als Schneesport betrieben. Allerdings entspringt diese Idee keinesfalls den Skiern, was anzunehmen nahe liegt. Stattdessen unternahmen zwei bekannte US-amerikanische Surfer den Versuch, das typische Surffeeling auf den Schnee zu übertragen. Dafür brachten sie 1963 auf Holzbrettern große Laschen als Fußschlaufen an und begaben sich damit auf die Piste. Der Snurfer war geboren, das erste Sportmodell, welches tatsächlich den Ursprung des Snowboardings definierte.

Snowboarding Aufschwung seit 1987

Nachdem die ersten erfolgreichen Versuche, mit einem Brett über den Schnee zu gleiten, gelungen und damit der Grundstein für das Snowboarding gelegt war, kannte die Sportindustrie diesbezüglich kein Halten mehr. Es wurde geforscht und entwickelt, um aus dem primitiven Holzbrett ein ansehnliches Sportgerät zu machen. Anfangs war die Begeisterung der Wintersportfreunde jedoch eher verhalten. Erst ab Mitte der 1980er Jahre schienen die Snowboards derart ausgereift, dass ihre Benutzung nicht zu einem halsbrecherischen Unterfangen sondern zu einem spaßgeschwängerten Sport wurde. Folglich veränderte sich das Bild auf den Skipisten, so dass diese ihre Tore für das Snowboard öffnen mussten. Heute vergeht keine Wintersportsaison ohne zahlreiche Snowboard Begeisterte. Von der recht kurzen Tradition des Snowboardings ist dabei nichts mehr zu spüren.