Slowenien, ein Teil vom ehemaligen Jugoslawien, ist landschaftlich ein Traum. Die Julischen Alpen sind beeindruckend in ihrer Schönheit: Schneebedeckte Gipfel ragen hoch hinaus über saftige Wiesen, naturbelassene Wälder und schöne Flüsse. Und genau um diese Flüsse geht es, wenn die Kanus eingepackt werden, um in Slowenien Urlaub zu machen. Gemeinsam mit den Rafting Anhängern und auch Fliegenfischern teilen sich die Fans vom Kanu Sport die wunderschönen Flussläufe, die allerdings einiges an fahrerischem Können voraussetzen. Ein Paradies mit Gefahren ist das slowenische Bergland, aber nicht wegen eines eventuellen Sündenfalles, sondern wegen teils schwer zu befahrenden Gewässern.
Informationen für Kanufahrer im Internet
Spezielle Wettervorhersagen gibt es für Kanufahrer zu jeder Region. Auch für Slowenien ist eine Wettervorhersage für die nächsten Tage immer online abrufbar. Das wichtige sind aber nicht nur Regen oder Sonne, sondern auch die Wasserstände und die Fließgeschwindigkeit des Wassers. Der Wasserstand kann zu niedrig sein, was die Tour schnell verderben könnte. Ein zu hoher Wasserpegel bedeutet vielleicht, eine höhere Fließgeschwindigkeit. In einem reißenden Gewässer ist das Kanufahren deutlich gefährlicher. Durch die Online Vorabinformation über die Region kann ausgeschlossen werden, dass Anfänger vor Ort aus dem Wasser bleiben müssen, weil sie die schwere Strecke einfach nicht bewältigen könnten. Aber auch erfahrene Kanufreunde sind vorsichtig, denn die Gewässer in Slowenien gehören definitiv zu den schwereren in Europa.
Die Soca als Geheimtipp
Sowohl für das Raften, wie auch für das Kanu Fahren ist die Soca ein Geheimtipp. Sie ist an den meisten Stellen türkis bis leuchtend blau. Der Fluss ist auch als die „Isonzo“, aus dem Italienischen oder „Sontig“, so der deutsche Name, bekannt. Die Quelle der Soca ist direkt in den Julischen Alpen: Sie entspringt dem Mangart-Jalovec Bergmassiv und ist als Gletscherfluss sehr kalt. Sie ist auf keinen Fall zu den leichten Gewässern zu zählen: Enge Flussläufe zwischen steilen und felsigen Ufern bilden einen langen Teil der Soca. Auch, wenn das Wasser hier – außer bei Regenwetter – relativ ruhig ist, können sich Strömungen und Strudel bilden, versteckt zwischen Felsen im Wasser. An sonnigen Tagen können die Kanufahrer hier die Fische bis zum Grund hin sehen – wenn sie nicht dem Angler ins Gäu kommen, der eben sein Glück testet. Auf weißen Kieseln fließt das Gletscherwasser zum Teil rasend schnell in Richtung dem Golf von Triest. Die Stromschnellen lassen nur allzu oft selbst erfahrene Rafting und Kanu Spezialisten kentern – Helm und Neoprenanzug samt Schwimmweste sind absolute Pflicht. Wer darauf verzichtet, riskiert sein Leben. So schön, der Kanusport an solch tollen Orten auch ist – das ist er nicht wert.