Nach einer längeren Geschichte hat es das Snowboard heute sogar in die olympischen Disziplinen geschafft. Bis es soweit kommen konnte, wurde in der Entwicklung der Bretter und der Fahrkunst mancher Fortschritt erzielt.

Die Anfänge des Snowboards

Ein sogenannter Monogleiter, erfunden von Toni Lenhardt aus Österreich, gestaltete im Jahr 1900 die Geburtsstunde des Snowboards. Vorher kannte man nur paarweise benutzte Ski, mit Schlupfbindungen, meistens mit normalen festen Schuhen zu benutzen. Mehrere, oft abenteuerliche Experimente mit dem Wunsch, auf einem einzelnen Brett auf Schnee sicher zu Tal fahren zu können, wurden über die Jahre vorgenommen – die meisten davon ohne Erfolg. Erst im Jahr 1963 gelang es zwei Amerikanern, den Snurfer zu konstruieren – der Name war damals Programm. Abgeleitet vom Surfbrett entstand ein Konstrukt mit dem zusammengesetzten Namen aus „Snow“ und „Surfer“.

Snowboards heute

Aus dem Snurfer – wahrlich noch nicht perfekt – wurde bis heute ein vielseitiges Wintersportgerät entwickelt. Stahlkanten, die Kombination verschiedener Materialien und Beläge machten aus dem Snowboard das, was es heute ist: Ein beliebtes Hobby, bis hin zur sportlichen Disziplin mit wahren Künstlern in den Halfpipes. Nach und nach gab es Meisterkämpfe, in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts dann auch Weltmeisterschaften im Snowboarden. Air & Style Contests wurden ausgetragen und immer größer wurde der Anteil der Snowboarder auf den Skipisten weltweit. Nicht mehr nur der normale Skiunterricht mit einem sonnengebräunten und durchtrainierten Lehrer wurde gebucht, sondern auch Snowboardschulen schossen aus dem winterlichen Boden.

Verschiedene Snowboards

Die heutigen Snowboards sind Kombinationen einzelner Gattungen. So werden Freestyle Boards angeboten, aber auch Freeride-, Raceboards und Carving-Snowboards können speziell als solche oder geeignet für verschiedene Disziplinen gekauft werden. Als Faustregel gilt: Ist ein Brett kurz, ist es wendig – je länger es gearbeitet wurde, umso ruhiger fährt man damit den Hang hinunter, kann sich dafür aber weniger drehen. Bei den Bindungen unterscheidet man zwischen Step-in und Semi-Step-in Bindungen.

Kern und Belag vom Snowboard

Ein eher günstiges Snowboard weist zumeist einen Holzkern auf, da dieser einfacher und günstiger herzustellen ist, als zum Beispiel die Modelle mit einer Aluminium Wabe in ihrem Inneren. Des Weiteren sind Snowboards mit Kunststoffkernen erhältlich. Eine weitere Variante ist die Verbindung aus Karbon und Kevlar, die das Innere des Boards bildet. In Sachen Belag ist die Auswahl noch größer. Auch hier gibt es eine Faustregel: Je weicher der Belag gehalten ist, umso seltener muss gewachst werden. Ist der Belag äußerst hart und damit kratzfest, greift der Fahrer auch öfter zu Wachsprodukten, die im Online Shop oder im Fachhandel gekauft werden können. Der wohl hochwertigste Belag besteht aus Graphit.